Die E-Busse der KVB
Realbetrieb und Zukunftsaussichten
Wie sieht der Verkehr in 10 oder 20 Jahren aus? Welche Techniken nutzt der ÖPNV dann? Diese Fragen stehen im Moment bei denen, die den E-Bus der KVB gerade auf die Straße gesetzt haben, nicht im Vordergrund. Doch sie werden bereits, neben vielen weiteren Fragen, in den Köpfen bewegt.

Jetzt gilt es, die Routine im Einsatz der E-Busse zu verbreitern. Die Ingenieure der KVB und die Facharbeiter in der Bus-Werkstatt kennen sich sehr gut mit der E-Technik aus, die viele Tätigkeitsfelder verändert und erweitert hat. Die Fahrerinnen und Fahrer lernen den Umgang mit den E-Bussen, so wie sie sich auch an andere neue Fahrzeuge gewöhnt haben. Und die Mitarbeiter in der Leitstelle integrieren die E-Busse und die Ladeinfrastruktur in ihre Aufgabenfelder.

Doch als "Spielwiese" ist das E-Bus-Projekt nicht gedacht. Es dient dem Klima- und Umweltschutz, macht die KVB ein Stück weit unabhängiger von der Entwicklung der Dieselpreise. Dabei macht die Umstellung allein einer Linie wenig Sinn.

Die KVB beabsichtigt, weitere Linien auf den Betrieb mit E-Bussen umzustellen. Hierfür ist es jedoch notwendig, dass die Anschaffungskosten für E-Busse sinken und dass es weiterhin eine öffentliche Förderung für den Erwerb von E-Bussen gibt (so wie etwa auch der Erwerb von E-Pkw steuerlich gefördert wird).

Mit der Herstellung einer größeren Anzahl von E-Bussen durch die Industrie werden die Kosten je E-Bus sinken. Die Erfahrungen, die jetzt in Projekten wie dem der KVB gemacht werden, helfen bei der Erreichung der Serienreife. Noch kosten batteriebetriebene Gelenkbusse mit rund 700.000 Euro mehr als das Doppelte wie Gelenkbusse mit Dieselantrieb.

Wenn in 10 oder 20 Jahren die gesetzlichen Anforderungen an den Verkehr und den ÖPNV viel strenger sein werden, dann hat die KVB ihren Beitrag zur technischen Lösung für die Anforderungen geleistet.

Und wenn der Diesel durch die Preisentwicklung des Rohöls und dessen weltweite Nachfrage immer teurer wird und die Fahrgäste dies über die Ticket-Preise spürbar bezahlen müssen, dann verfügt die KVB über eine Alternative.

Und: Wenn E-Mobilität im Bereich privater Pkw sich in den nächsten Jahren so langsam etabliert, dann haben die KVB und der ÖPNV immer bereits eine Nase voraus.



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