Aktuelles

11. Dezember 2010
Linie 5 verlängert bis zur neuen Endhaltestelle
"Sparkasse Am Butzweilerhof"


Sonntag früh wird sich der erste Zug der Linie 5 planmäßig ab der neuen Endhaltestelle „Sparkasse Am Butzweilerhof“ Richtung Innenstadt in Bewegung setzen. Oberbürgermeister Jürgen Roters zeigte sich Samstagmittag bei der Eröffnungsveranstaltung im historischen Flughafen Butzweilerhof beindruckt von der erfolgreichen Erschließung des Stadtteils. Er kündigte an, nach Abschluss der restlichen Arbeiten im nächsten Jahr mit den Bürgern feiern zu wollen. Jürgen Fenske, Sprecher des Vorstands der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, richtete herzlichen Dank an die fast 40 Unternehmen und Betriebe, die sich an der Finanzierung beteiligt hatten – "...nicht nur die Großen wie Ikea und Sparkasse, sondern auch viele mittelständige und kleinere Firmen. Ich hoffe, dass dieses Modell Nachahmung findet." Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, bekräftigte: „Köln kann stolz sein auf dieses gelungene Projekt einer erfolgreichen Stadtplanung.“ In den 400 Betrieben auf den 1,5 Millionen Quadratmetern am Butzweilerhof arbeiten rund 11000 Beschäftigte. „Dies ist ein guter Tag für die Unternehmer im Areal“, stellte der Sprecher der Initiative Köln Butzweilerhof, Thomas Licher, zufrieden fest.

v.l.n.r. Jürgen Roters, Thomas Licher, Jürgen Fenske, Horst Becker, Josef Wirges

Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 ist der Betrieb auf der Neubaustrecke eröffnet, die in das aufstrebende Wohn- und Gewerbegebiet Am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf führt. Die kurze Planungs- und Bauzeit von wenig mehr als zwei Jahren wurde durch eine in Deutschland einzigartige Finanzierung möglich: Fast 40 der am Butzweilerhof niedergelassenen Unternehmen und Gewerbebetriebe beteiligten sich an den Gesamtkosten der Neubaumaßnahme von 18 Mio. Euro mit 5 Mio. Euro privatem Kapital.

 Bei den ersten Überlegungen zur Erschließung des Wohn- und Gewerbegebiets Am Butzweilerhof stellte sich heraus, dass der Bau einer leistungsfähigen Verlängerung der Stadtbahnlinie 5 wegen konkurrierender Verkehrsvorhaben kurzfristig nicht auf eine Förderung mit öffentlichen Mitteln rechnen konnte. Durch das Engagement der niedergelassenen Unternehmen wurde mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG und der Stadt Köln ein Finanzierungsmodell entwickelt, das den Weiterbau der Strecke vorsah, sofern eine Anschubfinanzierung durch privates Kapital möglich sein sollte. Dieses für Deutschland bislang einmalige Finanzierungsmodell hatte Erfolg. Nach einer kurzen Planungszeit von nur zwei Jahren konnten Anfang 2010 die vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen werden. Im Verlauf von lediglich zehn Monaten wurde die Strecke insgesamt um 1,8 Kilometer verlängert, ein doppeltes Brückenbauwerk und drei Haltestellen wurden im Bauablauf neu errichtet.

Eine Vielzahl von Maßnahmen war schrittweise umzusetzen:

  • Freiräumung der Trasse, dabei Umpflanzung von 16 Bäumen,
  • Leitungsverlegung im Bereich Hugo-Eckener-Straße,
  • Umleitungen für den Straßenverkehr und KVB-Buslinien,
  • Rückbau der ehemaligen Endhaltestelle „Ossendorf“ und der Wendeschleife,
  • Einrichtung der provisorischen Endhaltestelle „Rektor-Klein-Straße“,
  • zweimal Verlegung der Einmündung Rochusstraße in die Butzweilerstraße,
  • doppeltes Brückenbauwerk über Rochusstraße und HGK-Eisenbahnstrecke, neue Haltestelle „Alter Flughafen Butzweilerhof“ in Höhe Köhlstraße, 670 Meter
  • von „Rektor-Klein-Straße“ entfernt,
  • neue Haltestelle „IKEA Am Butzweilerhof“, 620 Meter von „Alter Flughafen Butzweilerhof“ entfernt,
  • neue Endhaltestelle „Sparkasse Am Butzweilerhof“, 510 Meter von „IKEA Am Butzweilerhof“ entfernt.

Bahn mit den Logos aller Sponsoren

 

Sowohl der Kostenrahmen von insgesamt 18 Mio. Euro wurde eingehalten wie auch der ehrgeizige Zeitplan mit Ziel der Inbetriebnahme zur Fahrplanumstellung am 12. Dezember.

Gleichzeitig wurden von der Stadt Köln in Ehrenfeld die Haltestellen „Iltisstraße“ und „Rektor-Klein-Straße“ mit 50 Meter langen Mittelbahnsteigen auf den bekannten barrierefreien Stadtbahn-Standard ausgebaut, die Haltestelle „Lenauplatz“ wurde an veränderter Lage komplett neu errichtet. Im Zuge dieser Baumaßnahmen entfallen die bisherigen Haltestellen „Takuplatz“ und „Ossendorf“, deren Funktion durch die Neubauten übernommen werden. Auch für die drei genannten neu errichteten Haltestellen in Ehrenfeld wird ab dem 12. Dezember der Stadtbahnbetrieb aufgenommen.

 

Die Umbaukosten der Haltestellen bei der Stadt Köln betrugen insgesamt rund 10,5 Millionen Euro. Sie werden zu 85 Prozent aus Fördermitteln des „Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland“ finanziert, die restlichen Kosten übernehmen die KVB AG und die Stadt Köln.





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