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2. Februar 2012
KVB blickt auf erfolgreiches Betriebsjahr zurück

Mit 275 Millionen Fahrgästen erzielt KVB den fünften Rekord in Folge

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) setzen ihre positive Fahrgastentwicklung fort. 2011 nutzten insgesamt rund 275 Millionen Fahrgäste die Busse und Stadtbahnen der KVB. Im Vergleich zum Vorjahr 2010 fuhren 2,3 Millionen Fahrgäste mehr mit der KVB, was einem Zuwachs von 0,9 Prozent entspricht. Seit nunmehr fünf Jahren nimmt die Anzahl der Fahrgäste ohne Unterbrechung zu. Auch 2011 lag die KVB damit über dem deutschlandweiten Trend. Der Branchenverband VDV hat gestern – bezogen auf seine Mitgliedsunternehmen – eine bundesweite Zunahme um 0,7 Prozent bekannt gegeben.

Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB, zieht eine positive Bilanz: „Wir freuen uns über die starke Nachfrage unserer Angebote durch die Kunden. Ihnen gilt unser Dank für das große Vertrauen in unsere Leistung. Zugleich motiviert uns dies, den Nahverkehr in Köln weiterzuentwickeln.“

Die Schwarzfahrerquote ist erfreulicher Weise in Köln von 6,30 Prozent (2010) auf 4,73 Prozent (2011) gesunken.

Die positive Fahrgastentwicklung der letzten Jahre geht einher mit einer ständigen Weiterentwicklung der Angebote:

Ende 2010 wurde die Stadtbahn-Linie 5 in den Butzweilerhof verlängert und im Dezember 2011 die Haltestelle Breslauer Platz wiedereröffnet. 2012 steht die Eröffnung der neuen Haltestelle Rathaus und des ersten Streckenabschnitts der Nord-Süd Stadtbahn an. 2013 wird die Stadtbahn-Linie 3 bis zum Görlinger Zentrum verlängert. Seit Dezember 2011 hat die KVB im Stadtbahnbereich mit der Einführung des halbstündigen Taktes den durchgehenden Nachtverkehr am Wochenende verdoppelt. Im Busbereich wurde unter anderem im September 2011 die Bus-Linie 106 bis zum Breslauer Platz verlängert. Die im Jahr 2009 eingeführte Uni-Buslinie fährt inzwischen bis zum Chlodwigplatz.

Kontinuierlich baut die KVB zusammen mit der Stadt Köln den barrierefreien Zugang zum ÖPNV in Köln aus. Allein 2011 wurden zwei Stadtbahn-Haltstellen und vier Bus-Haltestellen barrierefrei umgebaut. Für 2012 ist der Um- bzw. Neubau von fünf barrierefreien Haltestellen geplant. Zudem wurden in 2011 insgesamt neun Rolltreppen (Fahrtreppen) erneuert. Hinzu kamen 2011 zwölf neue Rolltreppen und fünf Aufzüge. Für 2012 sind fünf neue Aufzüge und etwa zwölf Rolltreppen in der Planung. Durch ein umfangreiches Angebot von Mobilitätstrainings geht die KVB zunehmend auch auf die Anforderungen der älteren Fahrgäste besonders ein.

Im Rahmen der planmäßigen Fahrzeugneubeschaffungen erweitert die KVB regelmäßig ihre Kapazitäten. Erst zum Jahresbeginn hat das Unternehmen 15 neue Gelenkbusse vorgestellt. Voraussichtlich im Juni des Jahres steht der Roll-out des ersten von insgesamt 27 sanierten Stadtbahnwagen der dann neuen Serie 2400 bevor (bisher Serie 2100). Diese Fahrzeuge bieten mit 23 zusätzliche Plätze für Fahrgäste.

Zudem wird derzeit die KVB-Leitstelle umfangreich umgebaut und modernisiert, so dass nach der Inbetriebnahme im Laufe des Jahres 2012 die Leistungsfähigkeit der Betriebs-steuerung wieder auf höchstem Stand ist.

Die KVB baut ihren Kunden-Service weiter aus. In 2011 hat das Unternehmen drei Groß-flächenanzeiger (GFA) installiert, mit denen die Fahrgäste die anstehenden realen Abfahrtzeiten der nächsten Fahrzeuge an einer Haltestelle angezeigt bekommen. Für 2012 ist die Installation von fünf weiteren GFA geplant. Auch im Bereich der kleineren MOFIS-Anzeiger (auch DFI, dynamische Fahrgastinformation) legt die KVB kontinuier-lich zu. Im Bus-Netz wurden 2011 insgesamt 84 Anzeiger installiert, für 2012 sind 35 Anzeiger geplant. Im Stadtbahn-Netz wurden 2011 drei neue Anzeiger aufgestellt und 16 Anzeiger ausgetauscht. Für 2012 sind acht neue und 60 auszutauschende Anzeiger geplant.

Jürgen Fenske: „Wir freuen uns über den Fahrgastzuspruch, wissen aber auch, dass wir dieses Vertrauen durch eine gute Betriebs- und Servicequalität rechtfertigen müssen. In den nächsten Jahren rechnen wir mit weiteren Fahrgastzuwächsen.“ Steigendes Umweltbewusstsein, eine sich verändernde Einstellung zum Auto, steigende Benzinpreise verbunden mit einem guten Angebot der KVB werden voraussichtlich auch künftig für positive Fahrgastzahlen sorgen.

Dafür müssen allerdings auch die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen: Auf der bundespolitischen Ebene wird derzeit über die Zukunft der Finanzmittel aus dem EntpflechtungsGesetz beraten. Auf Basis dieses Gesetzes weist der Bund den Ländern Finanzmittel zu, mit denen Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur möglich sind. Sollten diese Mittel tatsächlich in großem Umfang gekürzt werden, drohen Einbußen in die Qualität des ÖPNV.

Fahrgastzahlen der KVB im Jahresvergleich (in Millionen Fahrgästen)

1986  164,1  
1988  169,7 1989  174,6
1990  179,4 1991  180,1
1992  181,8 1993  192,6
1994  216,1 (*1)       1995  218,2
1996  220,6 1997  223,9
1998  225,3 1999  230,0
2000  230,9 2001  233,7
2002  238,8 2003  241,9
2004  240,1 (*2) 2005  247,1 (*3)
2006  245,5 2007  252,0
2008  261,6 2009  265,8
2010  272,1 2011  275,0

 

*1

Viele Jahrzehnte stand das Jahr 1956 für eine Rekordzahl bei den Fahrgastzahlen: Unter dem Eindruck von Großveranstaltungen wie dem 77. Deutschen Katholikentag oder dem Flug-tag am Butzweilerhof wurden in jenem Jahr rd. 205 Millionen Fahrgäste gezählt. Erst 1994, im Jahr der Einführung des SemesterTickets, wurde mit 216 Millionen Fahrgästen die Rekordzahl aus dem Jahre 1956 erstmals übertroffen.

*2 Wegfall Mobilitätspass u. Flughafenlinie 170, Einführung von Studiengebühren 
*3 inkl. 4 Mio. Fahrgäste Weltjugendtag (WJT)





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