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29. Februar 2016
Ursache für den Einsturz des Historischen Stadtarchivs wird weiterhin untersucht

Am 3. März 2016 jährt sich zum siebten Mal der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln und zweier angrenzende Wohnhäuser. Zwei junge Männer verloren bei diesem Unglück ihr Leben. Als wahrscheinliche Ursache für den Einsturz wird der Bau eines Gleiswechsels für die Nord-Süd Stadtbahn Köln angenommen. Wasser und Erdreich drangen in das noch nicht fertiggestellte Bauwerk ein, dem Archivgebäude wurde der Boden entzogen und es stürzte ebenfalls in die Baugrube.

Als Auslöser für die Katastrophe wird ein Loch in der die Baugrube umgebenden Schlitzwand vermutet. Um dies zweifelsfrei feststellen zu können, wird ein Beweissicherungsverfahren seitens des Landgerichts Köln durchgeführt. Dieses war unmittelbar nach dem Unglück am 3.3.2009 von der Kölner Verkehrs-Betriebe AG als Bauherrin der Nord-Süd Stadtbahn sowie der Stadt Köln beantragt worden.

Auf Veranlassung des Gerichtssachverständigen, Prof. Hans-Georg Kempfert, wird ein sogenanntes Besichtigungsbauwerk errichtet, ein außenliegender Schacht an der östlichen Schlitzwand des Gleiswechselbauwerks, aus dem Taucher nach und nach das Erdreich entfernen. Ziel ist es, die in rund 26 bis 33 Metern Tiefe unter der Geländeoberfläche vermutete Fehlstelle aufzufinden und zu untersuchen. Die Arbeiten während der Tauchgänge werden beweiskräftig dokumentiert und per Video in einen Baucontainer übertragen, in dem die beteiligten Gutachter und weitere Verfahrensbeteiligte das Geschehen verfolgen können.

Nach Angaben des Gutachters geht die KVB aktuell davon aus, dass die Beweissicherung möglicherweise in 2017 abgeschlossen werden könnte. Frühestens dann könnte mit der Sanierung und Fertigstellung des Bauwerks begonnen werden, die rund vier bis fünf Jahre dauern wird.




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