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6. Juli 2016
KVB leistet mit Foto-Bahn einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) möchten mit einer speziell gestalteten Stadtbahn einen Beitrag zur Integration junger Flüchtlinge in Köln leisten. Die Bahn mit zahlreichen Porträtfotos zeigt das Ergebnis eines mehrwöchigen Workshops, den die Initiative "Hallo Foto" mit 22 deutschen und Flüchtlingsmädchen zwischen 13 und 17 Jahren durchgeführt hat.

Im Rahmen dieses interkulturellen Workshops haben sich die Jugendlichen unter anderem aus Syrien, Irak, Bosnien, Afghanistan und Deutschland unter Anleitung professioneller Fotografen gegenseitig fotografiert - mit diesen Bildern, die in eindrucksvoller Weise die unterschiedlichen Gefühls- und Stimmungslagen der Mädchen widerspiegeln, wurde die Bahn gestaltet. Sie soll zunächst ein Jahr lang im Kölner Stadtbahnnetz unterwegs sein.

"Die Bahn ist ein Baustein in unseren Bemühungen, Flüchtlingen zu helfen, hier in Köln Kontakte zu knüpfen, Freundschaften zu schließen und im besten Fall eine neue Heimat zu finden", so KVB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske. "Und wir möchten das Engagement der Menschen würdigen, die sich für die Integration der Flüchtlinge einsetzen."

"Wir wollen mit der Ausstellung der Fotos im urbanen Raum der anonymen und schwer fassbaren Menge der Geflüchteten, und dort besonders jungen Mädchen, ein Gesicht geben und sie damit als Menschen und Teil unsere gesellschaftlichen Wirklichkeit präsentieren", sagt Dr. Lidia C?mara de la Fuente, Sprachwissenschaftlerin und Projektleiterin von "Hallo Foto". Hauptanliegen des Projektes ist es, deutsche und geflüchtete Mädchen zusammenzubringen und gemeinsam Vorurteile und Hemmungen abzubauen. Weitere Ziele sind die Förderung der Kommunikation und der Sprachkompetenz der Mädchen sowie die Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Auf diese Weise sollen Integration und Inklusion gefördert und Sexismus und Rassismus entgegengewirkt werden.

"Hallo Foto" ist eine unabhängige ehrenamtliche Initiative, in der sich neben Dr. Camara de la Fuente auch zwei international erfolgreiche Profi-Fotografen engagieren. Interessierte Gruppen und Institutionen sind eingeladen, das Projekt zu adaptieren, weitere "Hallo Foto!"-Workshops sind unter anderem in Berlin und Sao Paulo geplant. Mehr Informationen unter www.hallofoto.eu.

KVB bietet Praktikums- und Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Die KVB engagiert sich auch in anderer Weise für die Flüchtlinge in Köln. So stellt das Unternehmen sechs Praktikumsplätze zur Verfügung, jeweils drei im kaufmännischen und im technischen Bereich, sowie ab Ende August zwei Ausbildungsplätze für Fachkräfte im Fahrbetrieb Bus. Ein Flüchtling aus Syrien hat nach einem Praktikum eine Festanstellung im Bereich der Nord-Süd Stadtbahn bekommen, und voraussichtlich ab Ende des Jahres sollen in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik NRW e.V. 15 Flüchtlinge zu Berufskraftfahrern Personenverkehr ausgebildet werden - mit dem Ziel einer anschließenden unbefristeten Festanstellung.

In seiner Funktion als Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) weist Fenske darauf hin, dass die dem Verband angeschlossenen Unternehmen bis Jahresende 1000 neue Stellen für Flüchtlinge schaffen wollen. Dabei kann es sich um Praktikums- oder Ausbildungsplätze, Hospitationen oder auch Festanstellungen handeln. "Ich spüre in der Branche an dieser Stelle ein unglaubliches Engagement", so Fenske.


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