Service
Hilfe im Notfall

Unser Servicepersonal ist rund um die Uhr im Einsatz, um in den Fahrzeugen und an den Haltestellen für Sicherheit zu sorgen. Dies kann natürlich nicht zu jederzeit an jedem Ort geschehen.

Für den Fall, dass Sie trotzdem einmal in eine Situation kommen, in der Sie sich unsicher fühlen, haben wir Ihnen auf dieser Seite Informationen zu unseren Sicherheitseinrichtungen in unseren Fahrzeugen und U-Bahn-Haltestellen und Tipps zum richtigen Verhalten in einem Notfall zusammen gestellt.



Sicherheitseinrichtungen

in Fahrzeugen & an U-Bahn-Haltestellen

Sollten wir einmal nicht zur Stelle sein, wenn Sie unsere Unterstützung in Anspruch nehmen möchten, gibt es sowohl an den U-Bahn-Haltestellen als auch in den Fahrzeugen verschiedene Sicherheitseinrichtungen, mit denen Sie Kontakt zu unserer Zentralen Leitstelle oder dem Fahrer aufnehmen können.



Im Fahrzeug



Notbremse

In Notsituationen kann die Notbremse durch Betätigung des Hebels ausgelöst werden. In manchen Fahrzeugen ist sie zusammen mit der Notsprecheinrichtung installiert.

Feuerlöscher und Verbandskasten im Fahrzeug

Jede Bahn, jeder Bus ist mit einem Feuerlöscher ausgestattet, der im vorderen Bereich durch ein ”F” auf rotem Grund gekennzeichnet ist. In der Nähe des Fahrers befindet sich auch der Verbandskasten.

Direkter Sprechkontakt zum Fahrer

Bei den Niederflurfahrzeugen und den Stadtbahnwagen der Serie 2100 ist in jedem Türraum eine Notsprecheinrichtung installiert. Damit können auch die Fahrgäste im Beiwagen eines Doppelzuges in Notsituationen unmittelbar Kontakt zum Fahrer aufzunehmen. Die älteren Stadtbahnwagen werden mit dieser Gegensprechanlage nachgerüstet.

Freier Blickkontakt zum Fahrer

Ebenfalls aus Gründen der Sicherheit wurde bei den Niederflur-Stadtbahnwagen die Rückwand des Fahrerraumes aus Glas mit Durchblick und Durchsprechmöglichkeit gestaltet. Allein durch die optische Präsenz des Fahrers wird das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste gesteigert. Außerdem übt der freie Blick auf die Strecke mit ihren Gleisen und Signalen für viele Fahrgäste noch einen besonderen Reiz aus.

Türsicherungssystem

Auch in den Fahrgasttüren sind Sicherheitselemente eingebaut, die sich seit Jahren bewährt haben. Zunächst kontrollieren zwei Lichtschranken den Fahrgastwechsel und sorgen dafür, dass die Türen offen bleiben. Sollte dennoch einmal etwas zwischen die Türen geraten, wird dies von der Motorstromüberwachung der Türantriebe registriert. Die Türen werden sofort wieder geöffnet. Außerdem ist jede Tür mit einer Schutzleiste ausgerüstet. Sollte ein Fahrgast mit der sich schließenden Tür in Berührung kommen, wird er dennoch nicht verletzt.

Zahlreiche Festhaltemöglichkeiten

Durch das gesamte Fahrzeug sind zwei längslaufende Haltestangen mit Halteschlaufen angebracht. In den Türbereichen und am Ticketautomat stehen senkrechte Haltestangen. Auf den Rückenlehnen der Sitze sind Haltegriffe installiert, und an die Fahrzeugwand zwischen den Vis-à-Vis-Sitzen wurde eine Aufstehhilfe montiert.

U-Bahn-Haltestellen


Videoanlage


Alle U-Bahn-Haltestellen sind mit Videokameras ausgerüstet, die von den Mitarbeitern der Zentralen Leitstelle auf Monitore aufgeschaltet werden können. Aufgrund der Vielzahl der Haltestellen erfolgt die Aufschaltung im Auswahlverfahren.



Telefone

In den Verteilerebenen der meisten U-Bahn-Haltestellen befinden sich frei zugängliche Telefone. Sie sind mit einem kostenlosen Notruf ausgestattet.

Notruf

In allen U-Bahn-Haltestellen befinden sich mittig auf der Bahnsteigebene an der Wand Notrufeinrichtungen zur Sicherheitszentrale der KVB-Leitstelle. Durch Betätigen des Hebels haben Sie Kontakt zu unserem Mitarbeiter in der Zentralen Leitstelle, die dann sofort eine auf die Notrufsäule gerichtete Kamera aufschaltet. Er kann nun mit dem Fahrgast sprechen und den Bahnsteig im Bereich der Notrufsprechstelle beobachten. Mit dieser Information kann er dann beurteilen, welche weitergehenden Maßnahmen zu ergreifen sind.
Bei einer Gefahrensituation benachrichtigt er umgehend die Polizei oder die Rettungsdienste. Außerdem zeichnet ein Videorekorder zur Dokumentation automatisch die Bilder auf. Ungefähr 98 % der ausgelösten Notrufe sind allerdings falscher Alarm.

Notruf im Aufzug

Immer mehr U-Bahn-Haltestellen werden zukünftig auch über Aufzüge erreichbar sein. Sie sind speziell durch einen Notrufknopf abgesichert. Sobald er drei bis vier Sekunden gedrückt wird, meldet er bei der Zentralen Leitstelle einen Notruf. Der Benutzer im Aufzug kann nun mit dem Mitarbeiter der KVB sprechen und ihm seine Notlage schildern. Notarzt, Feuerwehr, Polizei, unsere Service-Mitarbeiter oder die Verkehrsaufsicht werden je nach Sachlage sofort informiert.

Notbremsen an den Rolltreppen

In Gefahrensituationen auf der Rolltreppe kann jeder sowohl am unteren als auch am oberen Ende der Treppe durch einfaches Ziehen der Notbremse die Rolltreppe zum Stillstand bringen.

Feuerlöscher auf dem Bahnsteig

Alle U-Bahn-Haltestellen sind mit deutlich gekennzeichneten Feuerlöschern ausgerüstet.

Nothalt

In einigen U-Bahn-Haltestellen ist ein sogenannter Nothalt installiert. Der Zweck dieser Einrichtung liegt darin, dass bei akuter Gefahr Personen außerhalb des Fahrzeugs eingreifen können. Wird der Griff des Nothaltsystems gezogen, erhält der Fahrer ein Rotsignal und muss sofort anhalten.

Fluchtwege im U-Bahn-Tunnel

Bleibt eine Bahn im U-Bahn-Tunnel stehen, gilt die Regel, dass die Fahrgäste zunächst einmal auf Hinweise des Fahrers zu warten haben. Bei akuter Gefahr wird ihnen der Fahrer Anweisungen geben, wie sie das Fahrzeug verlassen können und wie sie sich im Tunnel verhalten sollen. Neben den Gleisen im Tunnel verlaufen Notstege. Pfeile an der Tunnelwand weisen in Richtung des nächsten Ausgangs. Die Beschilderung führt entweder zu der nächsten U-Bahn-Haltestelle oder zum nächsten Notausgang.

Helfen im Notfall - Was kann ich tun?

In Stationen und Fahrzeugen der Kölner Verkehrs-Betriebe gibt es zahlreiche Sicherheitseinrichtungen, um im Notfall schnelle Hilfe herbeiholen zu können. Aber: Technik ist nur dann hilfreich, wenn sie von aktiven und handelnden Menschen bedient wird. Wichtig ist in jedem Fall: Die KVB muss Mitteilung erhalten, alarmiert werden, über den Fahrer, über die Leitstelle - dann ist auch schnelle Hilfe möglich. Was ist zu tun, um selbst sicher zu sein, um anderen in Notlagen schnell helfen zu können?

Vorne einsteigen!
Wer sich unsicher fühlt, vor allem vielleicht auch zu den dunklen Tageszeiten, steigt am besten vorne ein; in unmittelbarer Nähe des Fahrers kann man leicht auf sich aufmerksam machen, in den modernen Fahrzeugen ist die Rückwand der Fahrerkabine aus Glas.


Sitz- oder Stehplatz in der Nähe einer Sprechstelle!
Fast alle Bahnen verfügen in jedem Einstiegsbereich über eine Sprechstelle, oft kombiniert mit der Notbrems-Einrichtung. Um eine Verbindung mit dem Fahrer herzustellen, muss man nur den Hebel/Knopf drücken. Der Fahrer erhält ein optisches Signal, die Leitung ist offen für eine Durchsage.

 

Bei Bahnen mit Videoüberwachung wird bei Betätigung des Hebels/Knopfes automatisch der Monitor beim Fahrer aktiviert.

Aussteigen und Fahrer von draußen ansprechen!

Aussteigen, nach vorn gehen und den Fahrer mündlich informieren. Wer befürchtet, in der Bahn aufzufallen, kann so den Fahrer unbemerkt auf einen Vorfall aufmerksam machen.

Aussteigen und Notruf betätigen!
In einer U-Bahn-Station aussteigen und von einem Notruf auf dem Bahnsteig die Leitstelle der KVB alarmieren. Die Notrufstellen sind durch ein großes Schild gekennzeichnet. Auch bei Vorfällen im U-Bahn-Bereich ist hier schnelle und effektive Hilfe möglich.

Notbremse ziehen!
Zwar steht an jeder Notbremse ”Missbrauch wird bestraft”; dies gilt jedoch nicht für eine Notsituation, die subjektiv so empfunden wird. Eine Notbremse muss auch nicht während der Fahrt gezogen werden: Auch bei einer in einer Haltestelle stehenden Bahn bewirkt das Ziehen der Notbremse ein optisches und akustisches Signal beim Fahrer. Eine Weiterfahrt ist nicht möglich, bevor der Fahrer sich nicht vor Ort über die Ursache informiert hat. Notbremsen finden sich in den Türbereichen der Bahnen, oft in einer Einheit mit der Notsprechanlage.

Handy benutzen!

Handys funktionieren auch in Fahrzeugen und in der U-Bahn; Polizei anrufen unter 110 oder die KVB-Leitstelle unter 547-1234: Hier meldet sich die AVanti-Zentrale (AVanti = Anti-Vandalismus-Team), die alle notwendigen Maßnahmen rasch einleiten kann.



Wichtig in jedem Fall: Information!

Meldung an:

  • KVB-Fahrer
  • KVB-Personal von Sicherheit und Service oder Aufsicht
  • Leitstelle der KVB
  • Polizei

 

 

Das Personal der KVB kann über Funk die Leitstelle unmittelbar informieren, dort sind Standleitungen zu Polizei und Feuerwehr vorhanden, d.h. eine blitzschnelle Weitergabe der Notfallmeldung ist möglich

Niemand muss sich selbst in Gefahr bringen, um zu helfen. Aber man kann dennoch etwas tun. Und wer Hilfe benötigt, wird dankbar dafür sein, wenn irgendwo jemand auf einen Knopf drückt, einen Hebel zieht oder eine Nummer wählt.





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