Spezial
Geschichte
Foto aus den Gründerjahren des Orchesters
Großansicht
Foto aus den Gründerjahren des Orchesters

Gegründet vor mehr als 100 Jahren:
Am 1. Februar 1905 wurde das KVB-Orchester ins Leben gerufen. Dirigent des Orchesters war damals der Schaffner Anton Pohl. Bereits nach sieben Jahren wurde aus der privaten Gründung offiziell die „Musikkapelle der Städtischen Bahnen“. In einer Gesprächsniederschrift vom 13. März 1912 wurde vom „Herrn Direktor in Aussicht gestellt, die Kapelle nicht nur bei Begräbnissen von Strassenbahnern unter Fortzahlung des Lohnes vom Dienst zu befreien, sondern dieses Benefizium eventl. auch noch auf weitere Fälle (Kaisers Geburtstag, 25 jähr. Dienstjubiläum eines Strassenbahners etc.) auszudehnen.“



Foto aus den Gründerjahren des Orchesters
Großansicht
Foto aus den Gründerjahren des Orchesters

Im Jahr 1913 zählte die Kapelle 21 Mitglieder. Über die Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten ist nur wenig bekannt, viele Dokumente gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. Aber bereits 1947 hatte sich das Musikkorps der Städtischen Bahnen Köln, wie die offizielle Bezeichnung lautete, wieder formiert. Es folgte eine sehr aktive Zeit mit vielen Auftritten in Köln und außerhalb der Stadt: Ob beim Kurkonzert in Bad Neuenahr, auf der Bundesgartenschau 1957 oder beim Omnibus-Hersteller Büssing – das in Uniform auftretende Musikkorps präsentierte zu unterschiedlichsten Anlässen die Straßenbahner aus Köln. Dem Auftritt auf der ersten KVB-Karnevalssitzung 1956 folgten Auftritte im Rosenmontagszug und als Garde-Kapelle der Karnevalsgesellschaft Blau-Gold Ehrenfeld. Bei einem Konzert in Reit im Winkel 1969 traten die kölschen Musiker sogar in Lederhosen auf.

Foto aus den 70er Jahren
Großansicht
Foto aus den 70er Jahren

Von der Kapelle zum Orchester

Von 1959 an leitete der Kirchenmusiker Hans Esser das Musikkorps – fast 30 Jahre lang stand er als künstlerischer Leiter den KVB-Musikern vor. Um das Niveau des Orchesters zu stützen, wurden mit der Zeit auch Gastmusiker in das Ensemble aufgenommen. Einer von ihnen, der Pianist und Posaunist Betin Günes, Student an der Kölner Musikhochschule, leitete ab Oktober 1987 als Dirigent eine neue Ära ein: Eine erste Schallplatte wurde aufgenommen, und nach einer Einladung der Istanbuler Philharmonie wurde im April 1988 eine sehr erfolgreiche Konzertreise durch die Türkei unternommen. Einen weiteren Höhepunkt bildete die Teilnahme am 5. Internationalen Musikfestival in Ankara.



Aktuelles Foto des Orchesters
Großansicht
Aktuelles Foto des Orchesters
Nachfolger von Betin Günes war für ein Jahr Klaus Lohrer, Fagottist des Gürzenich-Orchesters, bevor das KVB-Orchester dann unter der Leitung von Echo-Klassik-Preisträger Patrick Dreier zur stattlichen Größe wuchs. Mittlerweile zählt das Orchester mehr als 40 Mitglieder – auch durch die Unterstützung des KVB-Vorstandes und von Manfred Mungen, dem Vorstand des Orchesters.

In seiner über 20-jährigen Tätigkeit gelang es Patrick Dreier auch, die künstlerische Leistung weiter zu verbessern und das Repertoire zu erweitern. Mittlerweile ist das Programm sehr vielseitig und abwechslungsreich.

 

 







Facebook YouTube Twitter