Tarife und Tickets

Testbetrieb neue Ticketautomaten

Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

 


1. TESTBETRIEB

 


Wieviel Automaten werden getestet? Wieviel Automaten kommen insgesamt?
Es werden 19 mobile und 19 stationäre Ticketautomaten im Kundeneinsatz getestet. Die stationären Geräte sind auf repräsentative Haltestellen verteilt. Von den mobilen Automaten werden zehn in Stadtbahnen (fünf Doppelzüge) und neun in Bussen eingesetzt. Je ein Gerät bleibt in der Automatentechnik und der Automatenabrechnung der KVB, um Störungen und Meldungen nachvollziehen zu können.

 


Wie lange dauert der Test? Kann es eine Verlängerung des Tests geben?

Die Testphase ist für 14 Wochen angelegt. Eine Verlängerung der Testphase ist nicht geplant, jedoch kann es je nach Testergebnis sein, dass die Phase verlängert werden muss.

 

 

Wann werden die weiteren Automaten geliefert?

Planmäßig wird die Testphase im Sommer 2016 beendet. Dann werden zunächst weitere 30 mobile und stationäre Automaten geliefert, in die die Erfahrungen des Testbetriebes eingeflossen sind. Ob das erfolgreich war, wird innerhalb von 3-4 Wochen nachgeprüft. Sind alle nötigen Änderungen eingeflossen, beginnt anschließend die Serienlieferung. Diese umfasst dann noch 81 stationäre und 763 mobile Ticketautomaten. Im Frühjahr 2017 sollen alle neuen Ticketautomaten im Einsatz sein.

 


Wo befinden sich die stationären Ticketautomaten im Test?

Auf welchen Bus- und Stadtbahn-Linien werden mobile Ticketautomaten getestet?

In der Testphase werden sukzessive folgende Haltestellen mit neuen Automaten bestückt:

Barbarossaplatz - Hansaring - Breslauer Platz / Hbf. (2) - Heumarkt (3) - Chlodwigplatz - Neumarkt - Dom/Hbf (2) - Rodenkirchen Bf. - Dürener Str./Gürtel - Rudolfplatz - Ebertplatz - Venloer Str./Gürtel - Florastraße - Weiden Zentrum - Friesenplatz.

 

Je nach Disposition der Fahrzeuge werden die mobilen Automaten überall im Netz in den Fahrzeugen im Einsatz sein.

 

 

Wie können sich Kunden mit Anregungen und Erfahrungen in den Test einbringen?

Der Test wird von Servicepersonal begleitet. Die Mitarbeiter(innen) unterstützen die Kunden in der Bedienung der Automaten und nehmen auch Anregungen und Erfahrungen auf, um diese weiterzuleiten. Zudem können die Mitarbeiter in den KundenCentern der KVB angesprochen werden. Des Weiteren stehen das Social Media-Team und das Verbesserungsmanagement der KVB bereit.

 

 

Was passiert mit gezahlten Geldern der Kunden, wenn der Ticketkauf nicht funktioniert hat? An wen können sich Kunden dann wenden?

Die Automaten dokumentieren alle Aktionen. Deshalb kann nachvollzogen werden, was ein Kunde eingegeben hat und wie der Automat darauf reagiert hat. Von Kontonummern können die letzten vier Ziffern nachvollzogen werden. Alle anderen Bezahldaten sind verschlüsselt und laufen über einen gesicherten Kanal. Die Kunden können sich im Bedarfsfall über die gewohnten Kanäle (KundenCenter, Social-Media, E-Mail, Kontaktformular auf der KVB-Website) melden. Die neuen Ticketautomaten bieten die Möglichkeit alle Vorgänge die am Automaten getätigt worden sind, zu überprüfen.

 

 

2. VERGLEICH ALTE - NEUE TICKETAUTOMATEN

 

Welche Funktionen der Automaten sind neu?

Das Display der neuen Automaten ist wesentlich besser als das der alten Geräte. Es führt die Kunden über die verbesserte Touch-Technologie schneller zum geeigneten Ticket. Wer bereits das gewünschte Ticket kennt, kann dieses über die Ticketschnellwahl direkt kaufen.

 

Die acht am häufigsten erworbenen Tickets finden sich bereits auf den ersten Blick im Display. Für Menschen mit Sehschwäche wurde der Vier-Ecken-Modus entwickelt, der in der einfachen Nutzung der Automaten unterstützt.

 

Zudem bieten die neuen Ticketautomaten mit Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Türkisch sechs sehr gängige Sprachen an. Bisher fehlte die Möglichkeit, die Automaten auf Basis der spanischen Sprache zu bedienen. Neu ist vor allem auch, dass an allen über 900 Automaten mit EC-Karte, Kreditkarte (Visa und Mastercard), girogo, Geldkarte und mit Münzen gezahlt werden kann.

Zudem wird ein breiteres Ticketsortiment angeboten als bisher – an den neuen Automaten können alle Tickets erworben werden. Der Barcode-Scanner ermöglicht es, bereits vorhandene Tickets einzulesen, um zum Beispiel für die Rückfahrt das gleiche Ticket erneut zu erwerben.

Die neuen Ticketautomaten bieten die Möglichkeit, bis zu zehn Tickets in einem Vorgang zu erwerben. Die Warenkorb-Funktion ermöglicht den Erwerb von bis zu zwei unterschiedlichen Tickets in einem Vorgang.
Neu ist auch die Zielsuche: Nach Eingabe des Fahrtziels zeigen die Automaten die möglichen Verbindungen an. Im Anschluss kann direkt das entsprechende Ticket gekauft werden.

 


Werden die neuen Automaten weniger Störungen als die alten Automaten haben?

Der Hersteller hat verbindlich zugesichert, dass die neuen Ticketautomaten eine erheblich höhere Verfügbarkeit aufweisen als die derzeit im Einsatz befindlichen Geräte, spätestens nach der Testphase.

 

 

Wodurch unterscheiden sich die mobilen und die stationären Automaten?

Im Gegensatz zu den alten Ticketautomaten gibt es weder in den Funktionen noch im Ticketsortiment Unterschiede.

 

 

3. BEZAHLFORMEN


Neben der unterschiedlichen Größe liegt der einzige Unterschied in der Netzwerkanbindung.

Die stationären Geräte werden über Glasfaserkabel angebunden, während die mobilen Automaten über SIM-Karten auf das Mobilnetz der Telekom angebunden sind.

 

 

Mit welchen Zahlungsmitteln kann an den neuen Automaten gezahlt werden?

Mit folgenden Zahlungsmitteln kann an allen neuen Ticket-Automaten bezahlt werden:

 

  • Münzgeld (5-Cent- bis 2-Euro-Münzen).
  • Kreditkarten: Visacard und Mastercard (neu)
    Die Zahlung erfolgt je nach Anbieter und Höhe des Betrags mit oder ohne PIN-Eingabe.
  • Electronic Cash (EC-Karte) (neu):
    Die Eingabe der PIN ist erforderlich.
  • Geldkarte:
    Das Guthaben auf der Geldkarte wird genutzt; es ist keine PIN erforderlich.
  • girogo (neu):
    Das kontaktlose Bezahlen ist bis zu 20 Euro möglich und erfordert keine PIN.

 

 

Wie funktioniert der Datenfluss beim elektronischen Zahlungsverkehr (EC-Karte, Kreditkarte, girogo)? Kann es störende Funklöcher geben?

Der Datenaustausch funktioniert über das Internet. An den stationären Automaten ist die Verbindung über das Glasfasernetz gesichert. In den mobilen Automaten über das mobile LTE-Netz über einen gesicherten, sogenannten VPN-Tunnel. Grundsätzlich bestehen keine Funklöcher im Netz, weder im unter- noch im oberirdischen Bereich.

 

Dennoch können störende Funklöcher nicht ganz ausgeschlossen werden. Dies gilt es nun zu Testen. Die neuen Ticketautomaten sind allerdings so konzipiert, dass alle Bezahlfunktionen, mit Ausnahme der Kreditkarten, über einen gewissen Zeitraum auch ohne Netzanbindung funktionieren. Mit Münzen kann auch gezahlt werden, wenn kein Netzanschluss besteht.

 

 

Wie sicher sind bei Kartenzahlungen die Abbuchungen vom Konto? Bekommen die Kunden eine Quittung?

Bei Kartenzahlungen (außer Geldkarte) erhält der Kunde einen Zahlungsbeleg. Die Bezahlvorgänge selbst werden über eine separate, gesicherte Verbindung abgewickelt.

 


Wie viele Münzen können in den Automaten gesteckt werden? Wird es immer genug Wechselgeld geben?

Derzeit kann maximal mit 100 Euro in Münzen gezahlt werden. Die Automaten verfügen über Wechselgeldspeicher, die sich selbstständig auffüllen. Erst wenn ein Speicher voll ist, fällt die entsprechende Münze in die Münzendkasse. Nach einer behobenen Automatenstörung, kann es vorkommen, dass sich kein Wechselgeld im Automaten befindet. Die Wechselgeldspeicher füllen sich wieder, wenn Kunden passend bezahlen.

 

 

Kann auch mit der neuen 5-Euro-Münze bezahlt werden?

Nein. Es handelt sich mit einer Auflage von nur zwei Millionen Münzen in erster Linie um ein Sammlerobjekt. Sollte aber die 5-Euro-Münze als Standardmünze eingeführt werden, die sich als Zahlungsmittel etabliert, können die neuen Ticketautomaten darauf eingestellt werden.

 


Warum kann nicht mit Geldscheinen (Banknoten) bezahlt werden?

Die KVB hat sich dafür entschieden alle gängigen Kartenbezahlfunktionen anzubieten. Die Banknotenverarbeitung benötigt Platz. Neben der Aufnahme von Scheinen muss auch Wechselgeld in Scheinen ausgegeben werden können. Dafür fehlt in den mobilen Geräten der Platz.

 

Stationäre Automaten bieten grundsätzlich den Platz für die Banknotenverarbeitung. Mit Banknoten sind die Geräte aber wesentlich interessanter für Aufbruchversuche. Neben den eingenommenen Banknoten muss eine ausreichende Menge Wechselgeld in Scheinen vorgehalten werden. Auch die Menge des Wechselgeldes in Münzen müsste erhöht werden. Das bringt insgesamt zusätzliche Risiken, auch für den Transport des Geldes. Die Kartenzahlungen stellen hier eine attraktive und sichere Alternative dar, die heute in fast allen Bezahlsituationen möglich ist und sich zunehmend zum Standard entwickelt.

 

 

 

4. BARRIEREFREIHEIT


Können Menschen mit Sehschwäche die Automaten nutzen? Welche Vorkehrungen wurden hierfür getroffen?
Für Menschen mit Sehschwäche gibt es die Möglichkeit, den Vier-Ecken-Modus zu nutzen. Im Vier-Ecken-Modus können EinzelTickets für Erwachsene über sehr große, kontrastreiche Button gekauft werden.


Können Menschen mit unterdurchschnittlicher Körpergröße alle Tasten der Automaten erreichen und die Displays gut sehen?

Die stationären Geräte entsprechen der sogenannten TSI-Norm, in der auch die Bedürfnisse kleinwüchsiger Personen berücksichtigt sind. Auch die mobilen Geräte sind für solche Menschen bedienbar.

 

 

 

5. INVESTITIONSPROJEKT


 

Wieviel investiert die KVB für die neuen Ticket-Automaten?

Die Gesamtinvestition beträgt etwa 11,5 Millionen Euro. Neben dem Erwerb der Automaten musste die Steuerung das Hintergrundsystem angepasst werden. Zudem waren für die Instandhaltung Wechselbaugruppen und sonstige für den Betrieb erforderliche Teile zu beschaffen.


Wieviel Jahre sollen die neuen Automaten im Einsatz sein?

Die Lebensdauer ist auf 15 Jahre ausgelegt.

 

Wie alt sind die jetzigen Automaten?

Die heutigen Automaten sind seit der Euroumstellung im Jahre 2002 im Einsatz.





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