Museum / Ausstellung
"Finchen"-Zug der KFBE: Vorortbahn-Triebwagen mit Mitteleinstieg
Seit 1893 besteht zwischen Köln und Frechen eine Schienenverbindung. Mit Dampflokomotiven wurde der Personenverkehr auf Meterspur, der Güterverkehr dagegen auf Normalspur betrieben. Nach Übernahme der "Frechener Bahn" durch die Stadt Köln im Jahre 1904 entwickelten sich beide Betriebszweige in einem Maße, der von der Kleinbahn auf ihrer eingleisigen Strecke neben der Dürener Straße kaum noch zu bewältigen war. Im Jahre 1913 wurde daher ein vom Straßenverkehr unabhängiger, zweigleisiger Bahnkörper von Köln-Lind nach Frechen neu gebaut. Der Güterverkehr verlief auf der neuen Strecke weiterhin zum Staatsbahnhof Ehrenfeld und später nach Niehl. Die Personenzüge verkehrten nun ebenfalls auf Normalspur, aber mit elektrischen Triebwagen zwischen Frechen - Benzelrath und der Flandrischen Straße in Köln. Aus dieser Zeit stammt der historische Vorortbahnzug. Wegen der Linienbezeichnung "F" erhielt er den Beinamen "Finchen". Neben reinen Personenzügen gab es auf der "Köln-Frechen-Benzelrather-Eisenbahn" gemischte Züge mit Post-, Expreßgut- und Stückgutverkehr.



Triebwagen 1285 und 1286
Rundbahn-Triebwagen

Wagen-Nr:1085/1086 (1911), 1285/1286 (ab 1928)
Baujahr:1911 - Inbetriebnahme 1914
Hersteller mechanischer Teil:P. Herbrand & Co. Köln-Ehrenfeld
elektrischer Teil:Siemens-Schuckert-Werke (SSW), Berlin
Leergewicht:15.500 kg
Länge:10.000 mm
Kastenbreite:2460 mm
Kastenhöhe:3500 mm
Achsstand:3500 mm
Achsfolge:Bo
Spannung:750 V (DC)
Leistung:2 x 55,4 kW
Motortyp:SSW D 741a oder D 74a
Fahrschalter:Nockenfahrschalter von SSW, Typen OF F5 (vorne), OF Zk (hinten) mit 22 bzw. 14 Fahrstufen und 15 bzw. 7 Bremsstufen
Bremsen:Druckluftbremse, Klotzbremse, generatorische Bremse
Sitzplätze:32
Stehplätze:32




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