Das Unternehmen


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1876
Die Stadt Köln genehmigt die erste Pferdebahnlinie.

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1877
Am 20. Mai erste Pferdebahnlinie Deutz - Kalk des Weinhändlers und Konsuls Ernst Hardt & Co.

1885
Die "Melaten"-Pferdebahn wird bis Müngersdorf verlängert und die Bayenthaler von der Schönhauser Straße über die Alteburger Straße - Alteburger Mühle - Ufer - Marienburg nach Rodenkirchen, wo es den kleinsten Betriebshof für vier Wagen und neun Pferde auf 600 qm Fläche gab.
Die 1845 geplante Villenkolonie Marienburg erhält eine Verkehrsanbindung. Zunächst fährt die "Päädsbahn" nur stündlich. 1888 hat Marienburg schon den Halbstundenbetrieb und 1899 wird mit Zusatzwagen der 10-Minuten-Betrieb eingerichtet.
Auch Grevens 'Neuester Illustrirter Führer durch Köln und Umgegend' von 1888 weiß: "Marienburg, (Eintritt an Concert-Mittagen 50 Pfg. Pferdebahnlinie Dom - Alteburg - Marienburg. Dampfschiff-Gelegenheit siehe Dampfschifffahrt.) Nächst dem Zoolog. Garten und der Flora der beliebteste Vergnügungsort; schönste Lage am Rhein, Aussicht auf das Siebengebirge, hübsche Garten- und alte Parkanlagen, gute Concerte und gute Restauration." (S.28)

1887
Pferdeomnibuslinie Ehrenfeld - Neumarkt - Bocklemünd

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1894
Pferdeomnibuslinie Ehrenfeld - Neumarkt - Schiffbrücke

1895
Die sogenannte Querbahn wurde vom Salierring bis zum Volksgarten verlängert. Zwei neue Linien: die Marktbahn vom Schlachthof über Herkulesstraße - Christophstraße und Dom zum Heumarkt, sowie die Sülzer Bahn vom Neumarkt über Zülpicher- und Berrenrather Straße zur Sülzburg-/Luxemburger Straße wurden eingerichtet.

1896
Verlängerung der Ehrenfelder Pferdebahn nach Bickendorf, Nagelschmiedgasse bei gleichzeitiger Kürzung der einzigen Pferdeomnibuslinie Ehrenfeld - Bickendorf - Bocklemünd auf den Abschnitt Bickendorf - Bocklemünd.

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1903
Auf allen früheren Pferdebahnstrecken fährt nun die "Elektrische" (Ausnahme: Nippes - Flora bis 1907). Die erste "elektrische" Neubaustrecke zur "Sechzig" ist 1943 nach nur 40 Jahren Betrieb auch die erste, die auf Dauer durch Kriegseinfluß stillgelegt wurde. Einführung von Liniennummern, die sukzessive die Alt-Bezeichnungen wie z.B. Marktbahn, Ringbahn oder Müngersdorfbahn ablösten.

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1905
Die Bayenthaler Elektrische wird bis zum Südpark verlängert.

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1906
Inbetriebnahme der KBE-Rheinuferbahn Köln, Trankgasse - Ufer - Marienburg - Wesseling - Bonn Eröffnung der beiden Vorortbahnstrecken Köln bzw. Mülheim - Thielenbruch - Bergisch Gladbach Inbetriebnahme des Betriebsbahnhofes Thielenbruch (1926: 2. Halle) Eröffnung der Vorortbahnstrecke Köln - Kalk - Brück Die Mülheimer Kleinbahnen verlängern die Strecke von Mülheimer Freiheit zum Mülheimer Schlachthof (gegenüber Rixdorfer Straße) und eröffnen die Strecke von Mülheim über Stammheim und Flittard nach Wiesdorf (1907 bis nach Opladen verlängert).
Die Zoo-Strecke wird über die Riehler Straße bis an die Mülheimer Schiffbrücke verlängert. 1976 wird sie U-Bahn.

1907
Die Straßenbahnstrecke Neumarkt - Dom wird verlegt. Statt vom Neumarkt - Schildergasse - Kreuzgasse - Glockengasse - Ludwigstraße - Museum, nun vom Neumarkt - Krebsgasse - Glockengasse - Ludwigstraße - Museum; in der Gegenrichtung statt Museum - Breite Straße - Apostelnstraße - Neumarkt neu Museum - Breite Straße - Langgasse - Krebsgasse - Neumarkt.
Auf dem Streckenabschnitt Ehrenstraße - Neumarkt wird in beiden Richtungen über die Apostelnstraße gefahren und der Abschnitt Benesisstraße - Hahnenstraße stillgelegt.
Neue Straßenbahnstrecke nach Niehl über Neusser Straße - Neusser Thor - Glacisweg - Niehler Straße - Sebastianstraße bis Merkenicher Straße.
Die Schlachthof-Strecke wird bis zur Escher Straße verlängert.
Die letzte Pferdebahnlinie von Nippes zur Flora wird eingestellt und dafür eine erste (BOVL) Benzin-Omnibus-Versuchslinie in Betrieb genommen. Der Versuch läuft nur bis 1909, weil die Busse technisch noch nicht ausgereift sind).
1. Elektrische Weiche mit Fahrleitungskontakt am Waidmarkt.

1913
Straßenbahnanbindung des Stadtteils Raderberg über die Brühler Straße. Seit 1955 als Bus (1)33.
Die Brücker Vorortbahnlinie B wird nach Bensberg verlängert;
heißt seit 1967 Linie 1.

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1915
Die Hängebrücke, Vorgängerin der Deutzer Brücke, wird als zweiter Straßenbahn-Rheinübergang eröffnet, zuerst befahren von der Bergisch Gladbacher Vorortbahnlinie C.
Wegen des Krieges werden ab 1. März erstmals Frauen als Schaffnerinnen zugelassen.

1916
Frauen fahren als Straßenbahn- und Vorortbahn-Fahrerinnen sowie als Hilfsaufseherinnnen, die jedoch nur im Fahrscheinprüfdienst bei Schaffnerinnen eingesetzt werden.

1917
Immer mehr Güterwagen müssen für das Militär und für die Brennstoffversorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.
Bei gleichzeitiger Einstellung der einzigen Pferdeomnibuslinie Bickendorf - Bocklemünd wird die "Elektrische" von Bickendorf bis hinter den Westfriedhof verlängert, und zwar zu dem heutigen Großknotenpunkt Bocklemünd. Der Einheitstarif von 1914 mit 10 Pfennig ohne Umsteigerecht wird auf 15 Pfennig erhöht.

1921
Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke von Mannsfeld zur Arnoldshöhe auf der Bonner Straße (bis 1951).
Die Vorortbahnlinie E wird von Porz nach Zündorf verlängert. Sie trifft dort auf die Siegburger Kleinbahn, die am selben Tag (1.10.) von Langel nach dort verlängert wird (bis 1964).

1922
Inbetriebnahme des zentralen Vorortbahnhofs Heumarkt. Die Bensberger Linie B und die Porzer Linie E werden von der Hängebrückenrampe auf den Platz verlegt und die Königsforster Linie A von der Endstelle Dom/Hohenzollernbrücken-Rampe "umgelegt". Schleife in Rodenkirchen von der Hauptstraße über Kaiserstraße (heute Walter-Rathenau-Straße) - Blücherstraße (Haltestelle) - Mettfelder Straße - Weißer Straße - Hauptstraße.

1923
Trotz Inflation Inbetriebnahme zweier Großgleisanlagen: am neuen Müngersdorfer Stadion und im neuen Messegelände Deutz sowie Inbetriebnahme der neuen Straßenbahn-Hauptwerkstatt in Merheim linksrheinisch; seit 1952 Weidenpesch.
Weil die Nachkriegs-Besatzung die "Staatsbahn" zeitweise gesperrt hat, wird in Zündorf ein Verbindungsgleis zur Kleinbahn Siegburg-Zündorf eingebaut. Damit können Eisenbahnzüge von Deutz durchs Messegelände über die Hafenbahn und die Porzer Bahn nach Zündorf und dann weiter bis nach Troisdorf fahren oder von Kalk Nord über Gremberg und Zündorf nach Troisdorf.

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1925
Die Kölner Straßen-Omnibusgesellschaft wird gegründet. Zwei Linien fahren von Kalk nach Mülheim und vom Zoo nach Bayenthal.
Erste Straßenbahnwagen mit Polstersitzen, 168 sogenannte Tonnendachwagen werden beschafft.
Am Akazienweg wird die Gleisschleife Bickendorf in Betrieb genommen; bis 1975.

1926
Neue Gleisschleifen: Endstelle Königsforst, in Thielenbruch (rechts am Bahn-Büdchen; bis 1963), in Refrath, von der Danzierstraße über Windmühlenstraße - Schleiermacherstraße - Formesstraße - Deutz-Mülheimer-Straße (bis 1965), von der Venloer Straße - Gumprechtstraße - Helmholtzplatz - Hospeltstraße - Venloer Straße (bis 1985). Die beiden letztgenannten Schleifen dienen dem Zusatzverkehr für nahegelegene Industriegebiete. Außerdem in der von-Sparr-Straße in Mülheim (bis 1962) und am Bayerwerk Leverkusen in der Philipp-Ott-Straße (bis 1958); allerdings als Spitzkehre.
Neue Strecke nach Mauenheim ab Neusser Straße/Friedrich-Karl-Straße - Nibelungenstraße - rd. 200 m hinter Merheimer Straße mit einer Schleife etwa in Höhe der heutigen evangelischen Kirche (bis 1955. Verlängerung der Strecke in Merheim linksrh. (heute Weidenpesch) von der Gürtelbahn (KFBE) bis vor die Militärringstraße mit Schleife (bis 1967).
Verlängerung der älteren Sülzer Strecke Kyllburger Straße/Berrenrather Straße - Schleife (Himmerichstraße - Grafenwerthstraße - Neuenhöfer Allee - Berrenrather Straße) bis 1944 und 1951 bis 1955. Zufahrtstrecke zum neuen Betriebshof Sülz über die Neuenhöfer Allee.
Verlängerung der anderen Sülzer Strecke Sülzburgstraße/Zülpicher Straße - Hermeskeiler Straße - Hermeskeiler Platz (Schleife).
Verlängerung der Neuehrenfelder Strecke von Lukasstraße - Subbelrather Straße - Landmannstraße - Takuplatz (Schleife) und im selben Jahr noch bis zur Rangier-Endstelle Ossendorf. Zwanzig Vierachser-Tonnendach-Beiwagen sind die ersten Vorortbahnwagen mit Sitzpolster. Erstmals einheitlicher Stadttarif für Straßenbahn und Vorortbahn (1928 auch für den Omnibus). Stammheim und Flittard werden ans Busnetz angeschlossen.

1927
Inbetriebnahme des Betriebshofes Sülz am Hermeskeiler Platz.
Neue Gleisschleife am Neurather Ring Busanbindung Gremberg und Humboldt/Kolonie. Die Sürther Firma Gebr. Pütz nimmt die Buslinie Sürth - Weiß - Rodenkirchen in Betrieb. Die Querverbindung Raderberg - Südfriedhof wird als neue Bahnstrecke gemeldet, aber nie gebaut.

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1933
Übernahme der Mülheimer Kleinbahnen, die die Strecken nach Leverkusen (seit 1906) und Opladen (seit 1907) sowie nach Dünnwald (seit 1913) und Schlebusch (seit 1928) von Höhenberg über die Frankfurter Straße (seit 1909) betrieben. Auch die Schlebuscher Linie vom Ort zum Bahnhof (1903 - 1922) gehörte zu den Mülheimer Kleinbahnen, in Mülheim seit 1904.
Die selbständige Kölner Straßen-Omnibus GmbH wird Betriebsteil der Bahnen der Stadt Köln.

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1935
Die Straßenbahn-Nachtwagen fahren im Einmannbetrieb, und die Fahrscheinentwertung wird von der Lochzange auf eine Stempelzange umgestellt.
Eine Abzweigstrecke von der Heidelberger Straße erhält ihre Endstelle vor dem Mülheimer Bahnhof, bis 1956.

1936
Die Bahnen der Stadt Köln übernehmen 14 Jahre nach der Eingemeindung die beiden Worringer Linien von der Post (heute 120 und 121).
Neue Höhenhauser Buslinie von der Berliner Straße zum Thuleweg. Erste Raucher-Beiwagen bei der Straßenbahn (bis 1940 und dann nochmals von 1945 bis 1963).

1937
Gleisschleife Vingst Ost (für erste Vingster Straßenbahnlinie - die 6)

1939
Mit Beginn des 2. Weltkrieges werden nach 20jähriger Pause wieder Frauen im Schaffner- und ab 1943 auch im Fahrerdienst eingesetzt. Nach dem Krieg werden nur die Schaffnerinnen weiterbeschäftigt. Nach der Währungsreform 1948 möchte man sich allerdings auch von ihnen wieder trennen. Im Jahr 1941 war mit fast 1400 Frauen die höchste Einsatzzahl erreicht; 1948 waren es 450 und 1954 noch 200 Frauen.

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1943
Totalzerstörung des Direktionsgebäudes Weißbüttengasse durch Bomben. "De Böttjass jit et nit mih"; selbst die Straße ist nach dem Kriege verschwunden. Zur Orientierung: etwa im heutigen Bereich der Häuser Blaubach 11-13.

1945
Linksrheinisch wird bis zum 14. Januar noch von Merheim (heute Weidenpesch) bis zum Hauptbahnhof gefahren und rechtsrheinisch auf der Linie B irgendwie auf dem Abschnitt Merheim - Bensberg bis zum 14. April.
Auch auf der Linie O und der Linie G werden vermutlich bis zum März noch Stummelabschnitte befahren. Schon am 17. April geht es nach dem Einmarsch der Amerikaner auf der Linie B wieder weiter, aber linksrheinisch erst am 1. Juni von Merheim bis zur Kempener Straße/Neusser Straße bis Nippes. Am 29. Mai bereits fährt die Frechener Bahn vom Bahnhof Frechen und ab Lind auf der Güterbahnstrecke durch den Stadtwald mit Dampf bis zum Bahnhof Braunsfeld an der Aachener Straße.
Am 30. September sind von den damals 184 Bahnstreckenkilometern bereits 60 und am Jahresende 93 Kilometer in Betrieb. So werden beispielsweise die Strecken nach Bergisch Gladbach in neun, die nach Bensberg und Zündorf je in sieben und die nach Lövenich in fünf Etappen wieder in Betrieb genommen. Zu den 93 Kilometern Bahnstrecke kommen noch 12 Kilometer, auf denen zunächst Busse die Bahnen ersetzen.
Die 'Bahnen der Hansestadt Köln' (seit 1935) werden wieder in 'Bahnen der Stadt Köln' umbenannt.

1946
Innerhalb der Ringe - in der City - fahren erst im Juli 1946 die ersten Bahnen vom Rudolfplatz zum Neumarkt und von der Christophstraße zum Dom/Hbf. Der Einzelfahrschein kostet in der Stadt ohne Umsteigen 20 Pfg., mit Umsteigen 25 Pfg. Die Sammelkarte sechs Fahrten ohne Umsteigen eine Mark, neun Fahrten mit Umsteigen zwei Mark, 12-Fahrten-Wochenkarte für 6 Tage 1,80 Mark

1947
Durch den strengen Winter sind die Bahnen so marode, daß linksrheinisch nur noch fünf Linien mit zusammen 26 Einzeltriebwagen fahren.

1948
Einige Stadtteile werden erst jetzt wieder an Bahn und Bus angebunden: Bocklemünd, Ossendorf, Vogelsang, Lindenthal/Dürener Straße, Humboldt und Gremberg (erst 1949) und Höhenhaus/Thuleweg (1951).

1953
Im Gegensatz zum Stadion werden die Gleisanlagen um die Messe nicht wieder aufgebaut. Zu den Rheinhallen, später auch zu den neuen Hallen, führt eine neue Buslinie.
Aus dem Geschäftsbericht: "Auch im Berichtsjahr hat das allgemeine Verkehrsbedürfnis wieder stark zugenommen. Die KVB dürften zwar noch ihren Marktanteil wie im Vorjahr mit etwa zwei Drittel (!) der Verkehrsleistungen gehalten haben; es ist aber nicht zu übersehen, daß der Anteil des Individualverkehrs im weiteren Verlauf wie allenthalben auch in Köln überproportional steigt."

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1954
Busanbindung für die Industrie in Braunsfeld. Gemeinschafts-Buslinie mit der Wahner Straßenbahn vom Königsforst zum Flughafen mit Sondertarif Straßenbahnhof Süd wird auch Omnibusbetriebshof (Strab noch bis 1967) Einstellung von Kurzdienst-Schaffnerinnen.

1955
Teilstrecken der Straßenbahn werden stillgelegt und durch Busse ersetzt: nach Mauenheim, Raderberg und zum Schlachthof (Escher Straße), die Siedlung Bilderstöckchen. Die Gürtelstrecke von der Berrenrather bis zur Luxemburger Straße wird allerdings per Bahn verlängert. Erstmals nach den stets "gehobenen" Netzkarten werden nun auch Linienkarten als sogenannte Sichtkarten angeboten. Eine Entwertung entfällt.
Erstmals Studentenschaffner
Erste Betonschwelle, auf der Luxemburger Straße
Erste Halbschranke, Hohensyburgstraße
Erstes Stellwerk, Ebertplatz
Die Köln-Frechen-Benzelrather Einsenbahn (KFBE) wird als Güterverkehrszweig der KVB angeschlossen.

1956
Vom 15. Februar bis 15. März legt eine Kälteperiode (zeitweise bis -20°) den Betrieb fast lahm. Nicht überall können Dieselloks helfen.
Der neue Busbetriebshof Nord an der Friedrich-Karl-Straße löst den alten an der Riehler Straße (gegenüber dem Zoo) ab, der noch aus der Pferdebahnzeit stammte und deren Hauptwerkstatt (bis 1923 auch noch für die Straßenbahn) beherbergte.
Beim Flugtag mit 180.000 Besuchern auf dem Bickendorf/Butzweiler-Flugfeld und der Katholikentag mit 800.000 Teilnehmern an der Abschlußfeier auf dem Stadion-Nordfeld nördlich der Aachener Straße kann sich die KVB bewähren. Die Strecke Heidelberger Straße/Frankfurter Straße - Bhf. Mülheim wird stillgelegt. So wie diese Linie wird auch die Vorortbahnlinie L auf Bus umgestellt und die Strecke Junkersdorf - Lövenich stillgelegt.
Busanbindung der Bruder-Klaus-Siedlung. Inbetriebnahme der rechtsrheinischen Busstadtrandlinie von Stammheim über Dünnwald, Dellbrück, Brück und Königsforst nach Rath (durch viel Grün und 16,7 km lang). Busanbindung des Porzer Stadtteils Libur mit werktäglich fünf und sonntags drei Fahrten (Heute sind das 35 und 18 je Richtung).

1957
Die Linie G wird aus Bergisch Gladbach bis Gronau zurückgenommen. Trotz der 176 neuen Wagen aus 1956 und 1957, darunter der erste Kölner Gelenkwagen "Sputnik", muß durch das Abstellen vieler alter Wagen der Fahrplan eingeschränkt werden.
Apropos Hauptverkehrszeit: Immer noch lag in den Spitzenzeiten der Wageneinsatz um 50 % höher gegenüber dem Normalverkehr. (Heute sind es nur noch 17 %, weil der Normalverkehr verbessert und der extreme Spitzenverkehr abgeflacht werden konnte.) Beim Fahrgastaufkommen macht sich allmählich die 5-Tage-Woche, der frühere Ladenschluß samstags und der Vormarsch des PKW bemerkbar.
Als Attraktion der Bundesgartenschau wird ein sogenannter Blumenzug (bei den Mitarbeitern "Kappeszog" genannt) eingesetzt. Das Personal ist als Gärtner und Gärtnerinnen eingekleidet.

Der neue Tarif hat den gewaltigen Vorteil, daß von den vorher 81(!) Fahrausweissorten nur noch 30 übrigbleiben. Der Vorort-Staffeltarif wird Einheitstarif und die Zeitkarten sogenannte Sichtkarten, anders ausgedrückt: Vorzeigekarten statt Entwertungskarten. Daneben gibt es eine morgens gesperrte Sammelkarte und eine morgens und nachmittags gesperrte Kurzstrecken-Sammelkarte, für die es weiterhin Teilstrecken geben muß.

1960
Die KVB wird eine Aktiengesellschaft mit den Anteilseignern Stadt Köln und Stadtwerke GmbH.

1961
1961 sinkt der Personalbestand bedenklich. 1962 muß deshalb vom 20-Minuten- auf einen 24-Minuten-Plan umgestellt werden. Dank Personalwerbung (auch mit verstärktem Wohnungsangebot), sowie Dank der 1964 begonnenen Fahrgastselbstbedienung kann 1965 der 15-Minuten-Plan angeboten werden. Schaffnerlose Beiwagen - 85 % von 200 -, neue Fahrzeuge und weitere Verkaufsautomaten sind begleitende Maßnahmen.

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1963
Grundsteinlegung für die Kölner U-Bahn Erster "Achtachser" im Einsatz. Erster Einsatz von Beiwagen ohne Schaffner nur für Zeitkarten-Fahrgäste, die sogenannten Sichtkasten-Beiwagen Zu ersten Mal werden in Friedenszeiten Straßenbahnfahrerinnen eingestellt.
Die ersten mechanischen Fahrscheinautomaten werden aufgestellt. Die Gürtelstrecke wird von Neuehrenfeld bis Longericher Straße/Geldernstraße/Parkgürtel verlängert.

1964
Neues Verwaltungsgebäude in Braunsfeld.
Fahrgast-Selbstbedienung: Entwertungsgeräte gibt es zunächst nur in schaffnerlosen Beiwagen.

1965
Der erste mobile Automat wird versuchsweise in einem Beiwagen der Linie 14, damals Sülz-Schlebusch eingesetzt.

1966
Neue Brücke über den Vingster Ring
Die Linie 13 ist mit Achtachsern die erste Straßenbahnlinie im Einmannbetrieb.

1967
Inbetriebnahme der Ford-Strecke mit fünf Linien im Spitzenverkehr (außer E-Wagen). Selbst spät abends gibt es noch eine zusätzliche "Spitze". Heute fahren auf der Linie 12 Doppelzüge. Neue Schleifen am Aachener Weiher (statt Brüsseler Straße) und in Zündorf. Die Linie B wird zur 1 und die P zur 7. Der Btf. Süd ist nach 66 Jahren nur noch Busbetriebshof.
Erstmals fährt eine Buslinie (39) über die Zoobrücke und das bis 1974. Seitdem sind alle Brücken frei von KVB-Buslinien (außer der zum Flughafen)

1968
Erste U-Bahn-Strecke: Friesenplatz - Dom/Hauptbahnhof in Betrieb genommen
Schaffnerloser Betrieb; jedoch auf der Frechener Bahn erst 1969
Neubaustrecke Margaretastraße - Ossendorf; Schleife an der Butzweilerstraße

1969
Zweiter U-Bahn-Abschnitt in Betrieb genommen, von unter dem Appellhofplatz - unter der Krebsgasse unter dem Neumarkt - unter der Poststraße bis zum Barbarossaplatz nach oben. Damit ist nach 26 Jahren wieder eine der Hauptachsen des Bahnbetriebes hergestellt.
Die Gleisschleife zur Weidenpescher Rennbahn in der Rennbahn- und Scheibenstraße wird stillgelegt und der Betriebshof Weidenpesch geschlossen.
Nach dem besonderen Tarif für Kinder, Schüler, Lehrlinge und Studenten gibt es den für Senioren.
In Frechen wird die Linie F, das "Finchen", in die Linie 20 umbenannt.
Erster Probebau einer schotterlosen Strecke auf der U-Bahn-Rampe Perlengraben.
Busquerverbindung Merheim - Holweide und 1984 weiter nach Höhenhaus
Busanbindung Friedhof Steinneuerhof
Die KVB übernimmt die Buslinie Rodenkirchen - Weiß - Sürth von der Firma Pütz in Sürth, die diese seit 1927 betrieben hatte.

1970
Inbetriebnahme des dritten U-Bahn-Abschnitts Poststraße - Severinstraße und Dom/Hbf - Breslauer Platz - Rampe Turiner Straße.
Es werden erste Gespräche zwischen KVB, KBE und Bundesbahn in Richtung Tarifgemeinschaftgeführt. Zwei Monate später wird der Kreis erweitert und vom Regierungspräsidenten koordiniert und das Ziel Verbund (der spätere Verkehrsverbund Rhein-Sieg) angesteuert.

1971
Neue Bahnstrecke Longerich - Heimersdorf - Schleife am Stallagsweg Der 200. Achtachser wird in Betrieb genommen.

1972
In den Fahrzeugen wird der Verkauf von Mehrfahrtenkarten bei den Fahrern eingestellt. Das hat zwar einen Anstieg des Einzelfahrscheinverkaufs zur Folge, der aber wegen des runden Betrages von einer Mark damals gut abgefangen wird.
Zwei Jahre später verkaufen die Fahrer in den U-Bahnhöfen überhaupt keine Fahrausweise mehr und weitere vier Jahre später auch auf bestimmten oberirdischen Strecken an den sogenannten V-Haltestellen, an denen für den Vorverkauf Automaten aufgestellt werden.
Die zunehmende Zahl von Beschädigungen der Standgeräte führt letztlich aber dazu, daß 1989 alle Bahnen und Busse mit Automaten für Einzelfahrscheine und Tageskarten ausgerüstet sind. Damit gibt es nach 112 Jahren keinen Fahrausweisverkauf mehr durch Mitarbeiter in den Wagen.

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1973
Der erste Stadtbahnwagen 2001 wird geliefert.
Die U-Bahn zum Zentrum Chorweiler wird in Betrieb genommen.
Wegen der Ölkrise gibt es erstmals Autofreie Sonntage. Für die KVB heißt das: beachtliche Betriebsverstärkungen Das Jahresabonnement für Zeitkarten wird eingeführt und eine Jahr lang verkauft. Es taucht erst 1987 im VRS wieder auf.

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1974
Inbetriebnahme von 12,3 km der neuen U- und Hochbahnstrecken zum Anschluß des Kölner Nordens an die U-Bahn Innenstadt:
1. Turiner Straße - Ebertplatz - Neusser Straße mit 3,6 km und vier Haltestellen
2. Hansaring - Ebertplatz - Zoo mit 2,8 km und drei Haltestellen
3. Gürtelstrecke als Hochbahn von Nußbaumerstraße bis Anschluß Mülheimer Brücke (Köln-Riehl) mit 5,9 km und fünf Haltestellen
Damit gibt es 20,4 km U- und Hochbahnstrecken mit 21 Stationen gegenüber vordem 8,1 km U-Bahnstrecke mit neun Stationen. Köln hat nun das längste U- und Hochbahnnetz unter den deutschen Städten, die nach dem 2. Weltkrieg mit dem Bau von U-Bahnen begonnen hatten. Von den 42,6 km Gleislänge der U- und Hochbahn sind 13 km schotterloses Gleis.
Vom gleichen Tage ab werden in den U-Bahnhöfen keine Fahrscheine mehr durch den Fahrer verkauft.
Letzter Anderthalb-Decker-Bus im Einsatz.
Busanbindung Gewerbegebiet Robert-Perthel-Straße.

1975
Durch Eingemeindungen entfällt auf den Linien 7 (Porz-Zündorf), 26 (Weiß-Sürth), 51 (Weiden-Lövenich) 52 (Eil-Porz), 55 (Widdersdorf) sowie 60 und 62 (Porzer Stadtlinien) der Stadtgrenzrn-Zuschlagtarif bei Fahrten von und nach Köln.
Neue, verlängerte und von der KBE übernommene Linien binden im Busbetrieb die eingemeindeten Orte an: Auweiler, Esch, Godorf, Hahnwald, Hochkirchen, Immendorf, Meschenich, Michaelshoven, Rondorf und Wesseling, hier nur bis zur Wiederausgemeindung 1976.
Auf der Rheinuferbahn der KBE gilt der Kölner Stadttarif bis Godorf und solange es "Köln-Wesseling" hieß, bis Urfeld.
Der neue Bahnhof am Stadion wird in Betrieb genommen und der Betriebshof Porz nach 66 Jahren geschlossen.

1976
Der erste rechtsrheinische U-Bahnabschnitt in Höhenberg mit 650 m und dem Bahnhof Fuldaer Straße wird in Betrieb genommen.
Schon elf Jahre vor dem Verbund Rhein-Sieg schließen sich KVB, KBE, RSVG und die beiden Bonner Verkehrsbetriebe zur Verkehrs- und Tarifgemeinschaft Rhein-Sieg zusammen; damals zunächst mit einem gemischten Einheits- und Zonentarif.

1977
Aufgrund des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer von 1976 setzt sich nun der KVB-Aufsichtsrat aus zehn Vertretern der Anteilseigner und zehn Arbeitnehmervertretern zusammen, unter ihnen drei von der Gewerkschaft ÖTV benannte Mitglieder und ein leitender Angestellter.

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1978
Stadtbahnbetrieb der Linie 16 von Köln-Mülheim bis Bonn-Bad Godesberg. Die ehemalige Rheinuferbahn wird jetzt gemeinschaftlich mit Kölner und Bonner Stadtbahnwagen betrieben.

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1979
Zentrale Leitstelle in Köln-Braunsfeld fertiggestellt. Von dem modernen Stellwerk aus werden die Bahnen in der U-Bahn überwacht.

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1983
U-Bahn Deutz eröffnet. Der erste Achtachser-Doppelzug fährt auf der Linie 9 im Probe-Einsatz. Taxi-Bestellung beim KVB-Fahrer nach 20 Uhr zu bestimmten Haltestellen.

1984
Das erste Fahrgast-Center Neumarkt 25 löst den INFO-Bus auf dem Neumarkt nach fast vier Jahren ab.
Eine neue Messebahn löst nach 31 Jahren den Messebus ab. Von einem besonderen dritten Gleis an der Haltestelle Messe/Sporthalle fährt die neue "14" über Severinsbrücke - U-Neumarkt zum Dom/Hbf, je nach Bedeutung einer Veranstaltung alle 10, 15 oder 20 Minuten.
Nach 70 Jahren Einheitstarif geht Köln zum Zonentarif über Die Lindenthaler Busse 136 und 146 benutzen von der Brüsseler Straße über den Rudolfplatz zum Neumarkt in dieser Richtung die Gleisspur nach teilweiser Auspflasterung oder Asphaltierung mit.



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