Das Unternehmen
Das Unternehmen KVB - Bus

Die Busse der Kölner Verkehrs-Betriebe sind aus dem Straßenbild der Stadt nicht mehr wegzudenken. Im Streckennetz stellen sie zumeist die Querverbindungen zu den einzelnen Stadtbahnlinien dar und leisten damit eine wichtige Zubringerrolle. Ihre Stärke liegt aber in der Flexibilität, mit der sie eingesetzt werden können. Da sie keine aufwändigen Gleisanlagen benötigen, können sie ohne großen Aufwand kurzfristig z.B. Neubaugebiete an das Liniennetz anschließen. Das straßengebundene Bussystem reagiert flexibel auf Baustellen oder neue Schul- und Einkaufszentren, die eine geänderte Linienführung notwendig machen.

Im Gegensatz zu den Stadtbahnen bewegen sich Busse natürlich auf dem öffentlichen Wegenetz und stehen deshalb in direkter Konkurrenz zu den Privatwagen. Für die Busfahrer bedeutet dies, dass sie den vielfältigen Schwierigkeiten des Verkehrs in einer lebendigen Großstadt ausgesetzt sind. Gerade in Verkehrsspitzenzeiten kann es dann zu Verspätungen kommen. Separate Busspuren und Vorrangschaltung an Ampeln können den Bus attraktiver machen. Unsere Buslinien sind an ein modernes computergesteuertes Leitsystem angeschossen – weitere Ampelvorrangschaltungen sind für die Zukunft denkbar.



Die verschiedenen Bustypen:

All unsere Busse sind Niederflurfahrzeuge. Die Bodenhöhe der Busse beträgt 32 cm an der vorderen Tür und 34 cm an der hinteren Tür. Durch das hydraulische Absenken der Fahrzeuge können weitere 8 cm gewonnen werden. Somit beträgt die Einstiegshöhe nur noch 24 bis 26 cm, so dass ein einfaches Betreten des Wagens gewährleistet ist. Im Fahrzeuginnenraum stehen Mehrzweckflächen für Kinderwagen, Gepäck oder Rollstühle zur Verfügung. Seit 2001 haben alle neuen Busse eine Rampe, über die Rollstuhlfahrer an der zweiten Tür leichter ins Wageninnere gelangen.

 

Zu den eigenen Bussen setzt die KVB auch rund 100 Busse mittelständischer, privater Unternehmen ein, die 30 Prozent der Betriebsleistung als Auftragnehmer erbringen. Äußerlich sind die Fahrzeuge von denen der KVB kaum noch zu unterscheiden. Standard und Ausrüstung werden vom Unternehmen vertraglich vorgegeben.

Standard-Linienomnibusse
Häufig wird im Kölner Stadtverkehr der so genannte Standard-Linienomnibus eingesetzt. Seine Länge beträgt 12 Meter. Er bietet 34 Menschen einen Sitzplatz. Bei einem zugelassenen Gesamtgewicht von 17.000 Kilogramm wiegt er leer immer noch 12 Tonnen. Jährlich legt ein Bus dieses Typs 65.000 Kilometer zurück.

Niederflur-Gelenkbusse
Mit den Abmessungen 18 Meter Länge, 2,90 Meter Höhe und 2,65 Meter Breite sind die Niederflur-Gelenkbusse die Riesen unter unseren Bussen. Für 53 Fahrgäste stehen Sitzplätze zur Verfügung, 108 Fahrgäste können zusätzlich stehend befördert werden. Ohne das Gelenk im Mittelbereich des Wagens wäre es nicht möglich, einen Bus dieser Abmessungen im Stadtbereich zu fahren. Der Wenderadius wäre viel zu groß. Die Gelenkbusse werden auf verkehrsstarken Strecken mit einem hohen Fahrgastaufkommen eingesetzt. Sie bieten durch ihren geräumigen Innenraum einen hohen Komfort. Die Niederflurtechnik erlaubt einen bequemen Einstieg ins Fahrzeug. Sie werden immer mehr zum Standardfahrzeug Kölns. Bis 2013 sollen zwei Drittel der KVB- Busse Gelenkfahrzeuge sein.



Betriebshof

Auf dem Betriebshof Nord in Riehl sind 209 Busse und 560 Fahrerinnen und Fahrer stationiert. Mit interner Verwaltung und Werkstattpersonal arbeiten 670 Menschen am Standort Niehl. In der Betriebshofwerkstatt wird im Schichtbetrieb gearbeitet. Früh am Morgen fahren alle Busse der KVB „vom Nord“ ab ins Netz und kehren spät in der Nacht wieder zurück. Gereinigt, gewartet und betankt stehen die Busse am nächsten Morgen zu neuem Einsatz bereit.

Neben den täglich anfallenden Reparaturen ist die Werkstatt auch für die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen zuständig. In regelmäßigen Abständen werden die Busse auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft. Diese Maßnahmen sind notwendig, um in der Personenbeförderung stets einen hohen Sicherheitsstandard gewährleisten zu können.

Im November 2010 fand die offizielle Einweihung einer neuen Buswerkstatt auf dem Betriebshof Nord statt. Die neue „Werkstatt 2010“ ist ausgestattet mit neuer Hebebühnentechnik und erlaubt effizienteres Arbeiten. Dabei gibt es mehr Stellplätze für Omnibusse, obwohl die Fläche von 9.000 auf 6.000 Quadratmeter reduziert wurde. Die Baukosten von 13,5 Millionen Euro wurden ausschließlich von der KVB getragen.



Haltestellen
Unsere Busse sollen für alle Mitbürger eine bequeme Alternative zum Individualverkehr darstellen. Das heißt zunächst, dass sie auch für alle Mitbürger im gleichen Maße nutzbar sein müssen. Ebenso wie im Bahnverkehr sehen wir uns auch im Busbereich vor die Aufgabe gestellt, bequeme Einstiegsmöglichkeiten zu schaffen.

Durch den Ausbau der Bushaltestellen auf 18 cm Höhe lässt sich sogar ein fast ebenerdiger Einstieg realisieren. Die neuen Haltestellen werden von vornherein so angelegt, die älteren nachgerüstet. Zurzeit gibt es 657 Haltestellen, die von Bussen der KVB angefahren werden.



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